Herbst Winter 2023

Doppelpack bei Bautechpreisen

Im Abstand von zwei Jahren vergibt das Fachmagazin „SOLID – Wirtschaft und Technik am Bau“ die in der Baubranche äußerst begehrten Bautechpreise. Als einziges Tiroler Unternehmen erhielt RIEDERBAU für sein RIEDERBAU-Holzbausystem eine Anerkennung für technisch anspruchsvolle und innovative Lösungen. Darüber hinaus kann sich Firmenchef Anton Rieder über die Auszeichnung „Top-Manager Tirol“ freuen.

In Österreich werden zahlreiche Preise rund um das Bauen vergeben, die meisten haben entweder einen Architekturschwerpunkt oder einen bestimmten Baustoff im Fokus wie Beton, Stahl oder Holz. „Unser Preis versteht sich materialübergreifend und hat nicht die Architektur zum Hauptthema, sondern die Technik. Es geht darum, interessante, herausragende und innovative Projekte zu prämieren“, erklärt SOLID-Chefredakteur Thomas Pöll. Ausgegangen wird dabei von Bauvorhaben, die durch österreichische Unternehmen realisiert werden und in einem Zeitraum von jeweils zwei Jahren ihren technischen Schwerpunkt aufweisen. Ein Projekt muss also nicht zu 100 Prozent fertig errichtet sein, wenn der Grund der Prämierung beispielsweise im Rohbau liegt. Die vergebenen Auszeichnungen und Anerkennungen zeichnen sich durch ihre hohe Prestigeträchtigkeit aus, weil die Preisträger nicht von einem Verband, sondern von einem unabhängigen Fachmedium gekürt werden. Die Kategorien, in denen der Bautechpreis vergeben wird, ändern sich von Zeit zu Zeit, womit auch die zentralen Themen der Branche abgebildet werden. Lediglich die „großen“ Preise für nationale bzw. internationale Vorhaben bleiben gleich. Die prämierten Umsetzungen werden in einer Sitzung der Fachjury durch strukturierte Diskussion ermittelt. Im ersten Schritt werden aus den Einreichungen die grundsätzlich preiswürdigen Umsetzungen herausgefiltert, danach widmet sich das Expert*innengremium den Details der Kategorien, in denen die Firmen ihre Projekte eingereicht haben.

INTERVIEW MIT TOP-MANAGER ANTON RIEDER


Welche Bedeutung hat der Anerkennungspreis für RIEDERBAU? 
 

Anton Rieder: Wir konnten uns unter 60 Einreichungen in der neuen Kategorie KMU und Innovation durchsetzen. Erfreulicherweise hat das RIEDERBAU-Holzbausystem in Fachkreisen gepunktet und das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

 

Worum geht es beim RIEDERBAU-Holzbausystem? 
 

Anton Rieder: Unsere hochaktuelle Entwicklung beim Hybrid- bau steht ganz im Zeichen von Nachhaltigkeit. Bei dieser Mischform werden weniger Ressourcen verbraucht. Der Skelettbau besteht aus Stahlbeton und die restlichen Teile werden im Holzrahmenbau errichtet. Damit ist es uns gelungen, ein für die industrielle Fertigung geeignetes Mischsystem in Kombination mit einem durchgängigen Planungskonzept zu schaffen. Wir vereinen dabei die Vorteile einer effektiven Vorfertigung mit einem Maximum an Individualität.

 

Welche Ziele verfolgen Sie mit dem Hybridbau?
 

Anton Rieder: Zunächst geht es um die Entwicklung eines innovativen homogenen Verfahrens und neuer bautechnischer Schnittstellen zwischen Holz und Beton. Die Ergebnisse werden schließlich in einem Produktkatalog zusammengeführt. Als digitale Wegbereiter kümmern wir uns parallel um die notwendigen Maßnahmen zur elektronischen Unterstützung des Verfahrens.
 

Kann sich das RIEDERBAU-Holzbausystem in der jetzigen Situation behaupten? 
 

Anton Rieder: Selbstverständlich. Es zeigt, wie die Zukunft im Wohnbau aussehen kann. Das moderne Bauen im Holz-Beton-Mix spart wertvolle Rohstoffe, wird modular vorgefertigt, ist preislich günstiger und recyclebar.

 

Was bedeutet für Sie die Auszeichnung zum Top-Manager Tirol 2023? 
 

Anton Rieder: Sie ist ein weiterer Beleg für mein Ziel, in unserer Branche den Weg für die Digitalisierung weiter zu ebnen. RIEDERBAU geht hier mit innovativen Eigenentwicklungen führend voran. Das Ziel muss sein, alle Details komplexer Bauvorhaben, alle technischen Verfahren und Prozesse sowie die gesamten ökonomischen Parameter elektronisch abzubilden. Einfacher ausgedrückt: Ich möchte Menschen mit der digitalen Welt zusammenbringen, Wissen teilen und Impulse für einen nachhaltigen Austausch schaffen.