

Herbst Winter 2025
Spatenstich im Clarapark
Nach über fünf Jahren Planung und Vorbereitung erfolgte am 18. September der Spatenstich im Clarapark. Das neue Quartier wartet mit Gestaltungselementen auf, die es in Kufstein bislang nicht gibt.
„Ich freu mich, dass es endlich losgeht!“, bekennt Bauleiter Fabian Gfäller. In Anbetracht der langen Vorlaufzeit für dieses Projekt überrascht dieser Stoßseufzer nicht. Seit gut fünf Jahren wird bei RIEDERBAU rund um den Clarapark viel nachgedacht, geplant, wieder verworfen, weiterentwickelt, organisiert und abgeklärt. Gutachten, Konzepte, Bescheide sind eingeholt und ausgestellt, Vertragspartner sind gefunden und Wohninteresse ist geweckt. Nun werden in einem ersten Bauabschnitt fünf der geplanten sieben Baukörper realisiert.
Das Quartier wird in Hybridbauweise erstellt. Das heißt, verschiedene Materialien werden mit den ihnen je eigenen Qualitäten kombiniert: Stahlbeton übernimmt die tragende Funktion, vorgefertigte Holzriegelwände dämmen und sorgen für eine freundliche Optik und natürliche Haptik der Fassaden. Viele Elemente, wie z. B. die Nasszellen, sind vorgefertigt, was zu einer kürzeren Bauzeit und saubereren Bauabwicklung führt.
Der erste Bauabschnitt wird unter anderem von der Gemeinnützigen Bau- und Siedlungsgenossenschaft FRIEDEN getragen; das Vergaberecht für die Mietwohnungen mit Kaufoption liegt bei der Stadtgemeinde Kufstein.

"Mit dem neuen Entsorgungskonzept tun wir etwas fürs Stadtbild. In der Projektentwicklung hat uns diese Idee viel Aufwand beschert. Aber wir sind uns sicher, dass das Beispiel in Kufstein Schule machen wird."
Michael Oberlechner,
Geschäftsbereichsleiter RIEDERBAU-Immobilien
INNOVATIVE MÜLLENTSORGUNG
Viel Energie ist in die infrastrukturelle Organisation des Quartiers geflossen. So wird der Clarapark beispielsweise mit einer für Kufstein innovativen Form der Müllentsorgung ausgestattet. Die Herausforderung lag dabei nicht in der Planung und sie liegt nicht in der Bauausführung, sondern in der zukünftigen Abwicklung. Das System ist nämlich für Kufstein neu und das bedeutet: Alle am Entsorgungsprozess beteiligten Einrichtungen von den Stadtwerken bis zu den Müllentsorgungspartnern der Stadt mussten mit ins Boot geholt werden.
Das neue System wird das Erscheinungsbild des Quartiers nachhaltig positiv prägen. Statt dunkler, miefiger Müllhäuschen werden sogenannte Unterflurstationen angelegt. Der Müll wird also nicht oberirdisch, sondern unter der Oberfläche in großen Containern gesammelt. Oben sieht man nur zwei Sammelstationen mit optisch ansprechenden Einwurfsäulen. Diese Einwurfstationen sind intuitiv zu bedienen und unterstützen die sortenreine Trennung des Hausabfalls. Ein Klappensystem verhindert, dass schlechter Geruch entsteht oder Ungeziefer angezogen wird. Statt allwöchentlich Dutzende Mülltonnen zu einem Abholpunkt zu rollen, werden Papier, Glas, Restmüll und Biomüll direkt von den Entsorgungsstationen wegbefördert. Mithilfe spezieller Kräne werden die Container angehoben und in die Trichter der Sammelfahrzeuge entleert.

"Der Spatenstich markiert den Übergang von der Planung zur Ausführung. Jetzt gilt es, das Geplante gut auf den Boden zu bringen. Dann werden die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner hier sehr glücklich sein."
Ivan Tadic,
Teamleitung Architektur
NICHTS OHNE PLAN
Geplant sind nicht nur die Grünräume und Gebäude des Quartiers, sondern auch der Bauprozess in den einzelnen Abschnitten, die nun folgen werden. Es gibt Pläne für die Baustelleneinrichtung, den Baustellenverkehr, die Entwässerung und so weiter. Nichts ist dem Zufall überlassen. Das RIEDERBAU-Prozessmodell Design & Build | Totalunternehmen, das für unternehmenseigene Immobilienprojekte grundsätzlich angewandt wird, ermöglicht es, die Bauabwicklung frühzeitig mitzubedenken. „Als Bauleiter komme ich nicht erst auf die Baustelle, sondern bin mit meinem Wissen und meiner Erfahrung schon lange im Projektentwicklungsprozess mit dabei”, erklärt Fabian Gfäller. Es wird darauf geachtet, den Bauprozess so effizient und sicher wie nur möglich aufzusetzen.

"Bei unseren eigenen Projekten arbeiten wir bei RIEDERBAU immer interdisziplinär und im Team."
Fabian Gfäller,
Bauleiter RIEDERBAU