Frühjahr Sommer 2026

Vom Café Neumayer zu den Neumayer-Stadthäusern

Häuser sind mehr als Mauern und ein Dach. Sie speichern Erlebnisse, Gefühle, Stimmen – und manchmal ganze Familiengeschichten.„Das Haus in der Oskar-Pirlo-Straße ist mein zweites Kind“, sagt Marion Wöll ohne Zögern. „Es trägt die Geschichte meiner Familie und ich bin froh, dass mein Sohn Maximilian diese Geschichte fortsetzen wird.“ Mit RIEDERBAU Design & Build werden hinter dem Stammhaus zwei Wohngebäude mit insgesamt 26 Einheiten realisiert.

VOM WINTERHAUS ZUM IMMOBILIENBÜRO

 

Errichtet wurde das Haus im Jahr 1910 im Schweizerstil: unten gemauert, oben Holz, mit umlaufendem Balkon und Brettschnitzereien. Ursprünglich war es als Winterhaus für die Familie gedacht, die das Anton-Karg-Haus in Hinterbärenbad bewirtschaftete. Ab 1916 wohnte man ganzjährig im Tal. Als Johann Neumayer 1926 verstarb, musste sich seine Witwe Theresia etwas einfallen lassen, um ihre vielen Kinder zu versorgen. So gründete sie im Familienhaus das Café Neumayer, das bald zu einem beliebten Tanzlokal in Kufstein wurde. 1967 übernahm Margarethe, die zweitälteste Tochter, das Café und führte es, bis sie 1976 in den Ruhestand trat. Kurz drohte dem Haus ein schlimmes Schicksal, denn es wurde um den Familienbesitz gestritten. Da fasste Margarethes Tochter Helga sich ein Herz, kaufte das Stammhaus heraus und ließ es gründlich sanieren. Um das zu finanzieren, wurden Teile verpachtet. So entstand beinahe beiläufig ein neues Geschäftsfeld: Immobilien.

 

„Eine Reihe von findigen, klugen, fleißigen Frauen“, sagt Marion über ihre Vorfahrinnen. Dieses Gefühl der Verpflichtung prägt auch sie – und ihren Sohn Maximilian. „Wir haben hier eine Liegenschaft in bester Lage. Das Stammhaus habe ich 2016 generalsaniert, aber das dahinter liegende Wirtschaftsgebäude ist abbruchreif und die Pflege des dazugehörigen Gartens wird immer schwieriger. Ich könnte alles brachliegen lassen, aber das entspricht mir nicht.“ Marion Wöll war lange im Bankwesen tätig und kennt die Praxis des Vermietens, Maximilian ist staatlich geprüfter Bauträger und studiert Bau- und Umweltingenieurswissenschaften. Das Areal selbst zu entwickeln und dafür eine Bauträgergesellschaft zu gründen, lag nahe. „Der Name Neumayer ist leider nicht mehr in der Familie, aber in der Firma führen wir ihn weiter“, erklärt Maximilian Grolich. „Auch den alten Schriftzug und das charakteristische Grün der Fensterläden erhalten wir in unserer neuen Corporate Identity.“

"Wir haben einen Architekten gesucht, der den Brückenschlag zwischen Architektur und Ingenieurwissenschaften schafft. "

Maximilian Grolich

Neumayer-Immobilien

VON DER IDEE ZUR WIRKLICHKEIT

 

Dass Neumayer-Immobilien sich für RIEDERBAU entschieden hat, ist kein Zufall. Es besteht ein Vertrauen, das über die Generationen gewachsen ist: Schon die Sanierung 1976 wurde von Toni Rieder sen. umgesetzt. „Ich weiß, dass ich bei Anton Rieder gut und ehrlich beraten werde“, sagt Marion und Maximilian ergänzt: „RIEDERBAU hat auch genau die richtige Größe für uns. Wir schätzen das Rundumservice, weil wir neu im Geschäft sind und die Hilfe von erfahrener Seite gerne annehmen. Gleichzeitig sind wir keine Nummer, sondern es wird auch das Besondere eines Familienbetriebs gesehen.“

 

Gewichtig war außerdem die Option Design & Build | Totalunternehmerschaft. „Ich wollte keinen Architekten, der sich selbst verwirklicht“, sagt Marion offen. Die Enttäuschung über einen früheren Zubau durch ein renommiertes Architekturbüro sitzt tief – zu viel künstlerischer Wille, zu wenig Alltagstauglichkeit. „Im Design-&-Build-Verfahren kann ich mich darauf verlassen, dass Ausführung und Nutzung der Gebäude in der Planung mitbedacht werden.“ Die Vorgabe an die Architektur lautete: Das Stammhaus vorne soll in die Zukunft getragen werden, neu interpretiert, aber nicht überformt. „Ivan Tadic hat unsere Vision verstanden“, freuen sich die beiden.

"Wir bauen neu und bewahren Tradition. Im Co-Developement mit RIEDERBAU können wir dieses Anliegen gut umsetzen. "

Marion Wöll

Neumayer-Immobilien

SECHS JAHRE GEDULD

 

Was sich die Familie leichter vorgestellt hatte? „Alles“, sagt Marion ehrlich. Behördenwege, Vorgaben, nachbarschaftliche Klärungen – man sei zu optimistisch gewesen. „Wir hatten mit mehr Freude über unser Engagement gerechnet“, erzählt die Bauherrin. Zähe Verhandlungen, wenig Transparenz – „ohne die Erfahrung von Michael Oberlechner hätten wir womöglich aufgegeben.“ Auch dies ist ein Vorteil von Design & Build – RIEDERBAU kümmert sich um Anträge und Unterlagen für die Behördenverfahren. Nach sechs Jahren Entwicklungszeit, unzähligen Umplanungen, vier Jahren Verhandlungen um die Baudichte steht der Baustart kurz bevor. In Haus B stehen zwölf Wohnungen zum freien Kauf, Haus A verbleibt mit Mietwohnungen im Familienunternehmen. Marion Wöll wird auch selbst in die neue Immobilie einziehen. Ob das die Planung beeinflusse? „Jein“, sagt sie lachend. Persönliche Wünsche wie eine Dachstuhlkonstruktion aus Holz mussten gestrichen werden – aus gutem Grund: Die Dächer werden begrünt. Für das Stadtklima sinnvoll, technisch aber nur mit Betondach umsetzbar.

 

EIN PROJEKT MIT ZUKUNFT

 

Trotz aller Hürden bleibt der Stolz. Die Vorgabe, das historische Haus „leben zu lassen“, wurde erfüllt, der Bauausführung sieht man dank RIEDERBAU gelassen entgegen.

 

„Den Gedanken an eine gewerkeweise Ausschreibung haben wir rasch wieder verworfen“, meint Marion Wöll. „Auch wenn wir die Familie bei diesem Projekt von der Planung bis zur Vermarktung vollumfänglich betreuen, bleiben wir Dienstleister. Die Bauherrschaft bleibt bei der Familie“, erklärt Michael Oberlechner die Kooperation. Dieses Bauträgerprojekt ist kein anonymer Wohnbau. Es ist das Ergebnis von Verantwortung, familiärem Gedächtnis und der Bereitschaft, sich unternehmerisch zu engagieren.

 

„Wir haben die neue Firma ja erst gegründet. Das nächste Bauträgerprojekt werden wir mit mehr Erfahrung, dafür weniger Emotion angehen“, zeigt sich Maximilian Grolich zuversichtlich, dass er die Neumayer-Tradition in eine gute Zukunft führen wird.

"Dieses Bauträgerprojekt ist weit mehr als eine wirtschaftliche Entscheidung. Es ist schön, hier mitwirken zu können. "

Michael Oberlechner

Geschäftsbereichsleitung RIEDERBAU-Immobilien

WORDRAP

MIT MICHAEL OBERLECHNER

 

  • Projektentwicklung ist ... die Freude, von der Idee bis zur Übergabe dabei zu sein.

     

  • Besonders herausfordernd ist ... alles im Blick zu haben, zu wissen, was man überhaupt machen darf, und alle Stakeholder von den Behörden über die Nachbarn bis zu Gestaltungsbeiräten ins Boot zu holen.

     

  • Besonders befriedigend ist … wenn ein Projekt realisiert wird und noch mehr, wenn der Markt annimmt, was man sich überlegt hat.

LEISTUNGSSPEKTRUM DER RIEDERBAU-PROJEKTENTWICKLUNG:

 

Grundstücksbewertung • Projektidee • Abklärung der Machbarkeit • Abklärung aller behördlichen, baurechtlichen, umwelttechnischen Vorgaben • Budgetierung • Entwurfsplanung • Einreich- und Ausführungsplanung • Bauausführung • schlüsselfertige Übergabe

PROJEKTTYPEN:

 

  • RIEDERBAU-Immobilien Bauträgerprojekte: RIEDERBAU kauft ein Grundstück, entwickelt ein Projekt und realisiert es bis zur Übergabe. Die Vermarktung erfolgt über den exklusiven Vertriebspartner MO Immobilien.

     

  • Co-Developement Typ A: Ein:e Grundstücksbesitzer:in tritt an RIEDERBAU heran und wir entwickeln ein Projekt. Wir werden zum Bauherrn, die/der Grundstücksbesitzer:in erhält im Tausch eine Wohnung oder einen Teil des Erlöses. Das Co-Development besteht darin, dass bestimmte Wünsche des Grundstückeigners berücksichtigt werden, z. B. das Anknüpfen an eine Familientradition.

     

  • Co-Development Typ B: Ein:e Grundstücksbesitzer:in tritt an RIEDERBAU heran und wir entwickeln gemeinsam ein Projekt. Die Bauherrschaft bleibt beim Grundstückseigner. Das beschriebene Projekt Neumayer-Stadthäuser entsteht in diesem Verfahren.