Frühjahr Sommer 2026

Erfolgsfaktor Fachplanung

Wer baut, braucht mehr als gute Entwürfe. Tragwerks- und Gebäudetechnikplanung schaffen die Grundlage für sichere, wirtschaftliche und nachhaltige Bauprojekte.

„Projekte landen schon bald nach den ersten Entwürfen auf meinem Tisch“, erzählt Marco Obwaller, Tragwerksplaner bei RIEDERBAU, „und dann darf ich tun, was ich am liebsten mache: rechnen.“ Denn die Tragwerksplanung (TWP, auch: Statik) übersetzt architektonische Visionen in Stabilität und Sicherheit. Noch lange vor dem Spatenstich.

 

Die Tragwerksplanung muss die künftige Nutzung eines Bauwerks sowie Umwelteinflüsse wie Wind und Schneelasten in ihre Berechnungen einbeziehen. „Die Informationen über regionale Wetterbedingungen erhalten wir aus zentralen Datenbanken. Für unterschiedliche Nutzungen – z. B. als Wohngebäude, Maschinenhalle oder Tanzsaal – gibt es Normvorschriften. Wir berechnen anhand dieser Daten, wie wir diese Einwirkungen über ruhende Bauteile wie Wände oder Säulen in den Untergrund leiten“, erklärt Marco Obwaller.

"Wir planen die unterschiedlichsten Gebäude und Architekturen. Das macht meine Arbeit sehr abwechslungsreich."

Marco Obwaller

Baustatiker bei RIEDERBAU

DAMIT NICHTS WACKELT

 

Im Sommer 2000 zeigte sich in London, was passiert, wenn ein Einflussfaktor unterschätzt wird: Die Millennium Bridge musste kurz nach ihrer Eröffnung wieder geschlossen werden – wegen starker Seitwärtsschwingungen. Der Spitzname „Wobbly Bridge“ (Wackelbrücke) spricht Bände. Denn womit man nicht gerechnet hatte: 

 

Fußgänger:innen passten unbewusst ihren Schritt an die Eigenschwingung der Brücke an und verstärkten diese. Erst nach einer technischen Nachrüstung konnte das Bauwerk zwei Jahre später wieder zugänglich gemacht werden.

 

TRAGWERKSPLANUNG IM DESIGN & BUILD

 

Als Statiker bei RIEDERBAU steht Marco Obwaller immer im direkten Austausch mit den anderen Gewerken. Die zentrale Frage der Architekt:innen lautet meistens: „Lässt sich das machen?“ „Für die Statik haben alle viel Verständnis, schließlich soll das Gebäude stehen bleiben. Ich sehe mich als Ermöglicher – wir suchen gemeinsam nach optimalen Lösungen und weil wir integral planen, haben wir die Kosten auch gleich mit im Blick“, erklärt der Tragwerksplaner. Teil von Design & Build zu sein, hat für ihn entscheidende Vorteile: „Ich bin vom Projektanfang bis zur Gebäudeübergabe dabei. Das ist sehr schön. Externe Statiker erleben nur die Rohbauphase.“

TRAGWERKSPLANUNG IM DESIGN & BUILD

 

Als Statiker bei RIEDERBAU steht Marco Obwaller immer im direkten Austausch mit den anderen Gewerken. Die zentrale Frage der Architekt:innen lautet meistens: „Lässt sich das machen?“ „Für die Statik haben alle viel Verständnis, schließlich soll das Gebäude stehen bleiben. Ich sehe mich als Ermöglicher – wir suchen gemeinsam nach optimalen Lösungen und weil wir integral planen, haben wir die Kosten auch gleich mit im Blick“, erklärt der Tragwerksplaner. Teil von Design & Build zu sein, hat für ihn entscheidende Vorteile: „Ich bin vom Projektanfang bis zur Gebäudeübergabe dabei. Das ist sehr schön. Externe Statiker erleben nur die Rohbauphase.“

 

AUCH AN DIE AUSFÜHRUNG WIRD GEDACHT

 

Baustellenbesuche helfen Obwaller, Arbeitsabläufe zu verstehen und zu erfahren, wie seine Pläne konkret umgesetzt werden. „Marco fragt uns auch, wie es für uns einfacher wäre“, erzählt Ivan Boban, Eisenbieger und langjähriger Partner von RIEDERBAU. Externen Planern sei es oft egal, wie lange das Verlegen des Eisens auf der Baustelle dauere. „Wenn der Statiker gezeichnet hat, ist er mit seiner Arbeit fertig. Umgeplant wird da eher nicht. Das ist mit RIEDERBAU anders“, schätzt Boban die Zusammenarbeit. Bei der nächsten Planung könne er dann noch gezielter an die Ausführung denken, erläutert Obwaller. „Und mit mir reden die Bauarbeiter auch offener, als sie das mit einem externen Tragwerksplaner täten.“

 

"Vom Trafo bis zur Steckdose sind wir überall dabei. Vernetzt zu planen ist hier ein großer Vorteil."

Erich Kurz

Geschäftsführer VISUM3 GmbH

TGA: TECHNISCHE GEBÄUDEAUSSTATTUNG

 

Neben der TWP sind auch die Fachplaner:innen für Heizung, Klima, Lüftung, Sanitär (HKLS) und Elektrik im Design-&-Build-Prozess von Anfang an mit dabei. „Der Fokus liegt bei RIEDERBAU-Projekten bereits in der Planung auf dem großen Ganzen“, erläutert Stefan Ritzer, Geschäftsführer bei HFP, einem Ingenieurbüro für Gebäudetechnik, an dem RIEDERBAU beteiligt ist. Das gewährleiste eine effiziente Umsetzbarkeit der Planungen. „Dass wir in frühen Projektphasen Einfluss nehmen können, hilft nicht nur der HKLS-Planung, sondern auch der Kundschaft: Wo Technikräume situiert sind, wo die Schächte, welche Wege Leitungen und Rohre nehmen müssen – all das beeinflusst die Wirtschaftlichkeit von Gebäuden in der Errichtung und im Betrieb.“ Neben der Gebäudeinstallation plant HFP auch Versickerungsanlagen, Grundwasserbrunnen und Ähnliches. RIEDERBAU kann also auch im Siedlungswasserbau auf interne Kompetenz zurückgreifen.

 

Mit VISIUM3 hat RIEDERBAU einen fixen Partner für die Elektroplanung. Auch hier hält RIEDERBAU eine Beteiligung. Erich Kurz, Geschäftsführer der VISIUM3 GmbH aus Kematen, bestätigt die Vorteile von Design & Build: „Alles, was im Nachhinein ergänzt wird, wird teurer.“ Elektromobilität sei so ein Thema, auf das sonst gerne vergessen werde. „Weil wir von Beginn an dabei sind, können wir hier frühzeitig Input geben. Es kann zum Beispiel sein, dass für E-Ladestationen am Grundstück ein Trafo errichtet werden muss. Das gleich zu wissen, freut auch die Architekten.“ Als besonders wertvoll im Design-&-Build-Prozess erlebt er die stabilen Teams. „Wir kennen uns alle und können deswegen rasch und unkompliziert Rückfragen stellen und Hinweise geben.“

 

MITEINANDER DAS BESTE FÜR JEDES PROJEKT

 

Nur wenn die Architekturschaffenden mit den Fachplaner:innen eng zusammenarbeiten, wird ein Gebäude in der Realität so aussehen, wie es die Zeichnungen erwarten ließen. Ohne gut abgestimmte Planung werden auf der Baustelle meist Kompromisse nötig. Das läuft dann etwa so: Oje, der Abfluss ist auf der anderen Seite geplant, jetzt müssen Leitungen über den Boden geführt werden. Ach, und dadurch wird der Bodenaufbau höher! Plötzlich ist die gewünschte Raumhöhe weg ... Der beste Weg, solche Enttäuschungen zu vermeiden, ist die integrale Planung.

 

„Bei RIEDERBAU arbeiten wir in eingespielten Teams und am gemeinsamen Modell. So sehen wir schon lange vor Baubeginn, ob alles aufeinander abgestimmt ist“, erläutert Marco Obwaller.

 

"Nur so viel Technik wie nötig – das ist unser Motto, damit Gebäude wirtschaftlich betrieben und effizient gewartet werden können. "

Stefan Ritzer

Kaufmännischer Geschäftsführer HFP